Call for Papers


2018

 

CfP: FURE+ The Future of Reading and Media. Eine zweisprachige Design-Meets-Science-Conference an der MSD – Münster School of Design in Münster, Deutschland, vom 30.11.2018 bis 01.12.2018.

 

Keynote Speaker (alphabetisch): Derrick de Kerckhove, Lars Elleström, Andrew McLuhan and Göran Sonesson

 

In der Ära der sogenannten Digitalisierung hat eine große Bandbreite von multimodalen Technologien Einfluss auf die strukturelle Dimension von Medien und die jeweiligen Nutzungsweisen auf Seiten der Menschen. Bereits jetzt lässt sich diese Entwicklung innerhalb der Konsumkultur deutlich benennen, wobei das Verhältnis von analogen und digitalen Medien sowie deren gestalterische, technologische und soziokulturelle Wechselwirkungen noch nicht ausreichend erforscht ist. 

 

Es gilt also gleichermaßen Fragen der Gestaltung, Medialität und Technologie mit Fragen der Rezeption zu verknüpfen und somit produktive Hypothesen für die akademischen und gestalterischen Arbeitsfelder abzuleiten. Die Technisierung zeigt sich hierbei als ein zentraler Auslöser für vielfältige Transformationen des Medialen und der Nutzerdynamiken, was bedeutet, dass sich analoge Medien nicht nur erhalten (z.B. Zeitungen, Magazine, Bücher), sondern sich deren Herstellungs- und Verwendungsweisen aufgrund der Digitalisierung auch verändert haben (z.B. digitale Gestaltung, Digitaldruck, digitales Lesen, interaktive Apps etc.) und sie in einigen Bereichen als vollends durch die Digitalisierung ersetzt erscheinen (z.B. auf Online-Portalen, social media oder bei immersiv-interaktiven Medientechnologie). 

 

Es muss demnach der analytische Versuch unternommen werden, diese analogen und digitalen Formen sinnvoll miteinander in Beziehung zu setzen, um die Grenzen und Möglichkeiten analoger und digitaler Medialität sowie deren Verbindungen bestimmen zu können. Die Themengebiete bei „FURE+ The Future of Reading and Media“ sind demnach bewusst weit und als interdisziplinär offen angelegt und berühren Aspekte wie beispielsweise analoge und digitale Strategien innerhalb moderner Gestaltung, aktuelle Rezeptionsbedingungen von Texten und Bildern im Printbereich, den Einfluss digitaler Leseendgeräte auf das Lesen, die Typographie im Kontext einer digitalen und nutzerorientierten Gestaltung oder drei-dimensionale Mediengestaltung im Kontext von virtueller Realität, die digitale Bild- und Textüberlagerungen der Realität durch Apparate für Augmented Reality oder letztlich wahrnehmungsbasierte Synchronisierungen von medialen Inputs und haptischen, taktilen, audio-visuellen und sogar propriozeptiv-körperlichen Erfahrungen der Mediennutzer (z.B. bei Enhanced Ebooks, Smartphones, interaktiven Apps oder Augmented-Reality-Reading-Apps für Tablets etc.).

 

Die medialen Entwicklungen der jüngeren Zeit integrieren in hohem Maße spezialisierte Designprozesse, technologische Dynamiken auf Seiten der Entwickler und die verschiedenen wahrnehmungstheoretischen Dynamiken der Nutzer, so dass der Fokus auf dieses wechselseitige Verhältnis von überaus hoher Wichtigkeit ist, möchte man aktuelle und zukünftige Medien adäquat klassifizieren und verstehen. Aus diesem Grund begreift sich diese Konferenz als ein Forum für eine interdisziplinäre Diskussion, im Spannungsfeld von Kreativität, Produktionsästhetik, Medienwissenschaften und denjenigen akademischen Disziplinen, die sich mit Design, Technologie und Medienverstehen beschäftigen.

 

Die Themen der Vorträge sollten sich auf einige der folgenden Aspekte beziehen:

  • die aktuelle und neue Rolle von Print in Zeiten der Digitalisierung
  • der Prozess des Lesens im Kontext analoger und digitaler Medien
  • der Einfluss der Digitalisierung auf Typographie und Schriftbildlichkeit
  • das Verhältnis von Texten und digitalen Medien
  • die Grenzen und Möglichkeiten von Displaytechnologien für Bilder und Texte
  • der kognitive und körperliche Prozess der Rezeption und die Wahrnehmung von Medien
  • der technologische Einfluss auf Medien, Kommunikation, Kultur, Kreativität und Design
  • die Entwicklung von Methoden und Konzepten für das Verstehen von analogen und digitalen Medien
  • die Geschichte des Medienverstehens im Spannungsfeld analoger und digitaler Medialität 
  • die Anthropologie, Phänomenologie und Semiotik von analogen und digitalen Text- und Bildmedien 

Alle Vorträge dauern 30 Minuten mit zusätzlicher Q&A-Zeit. Bitte senden sie ein Abstract mit maximal 800 Wörtern, Titel des Vortrags, kurzer Biografie und Kontaktinformationen an Prof. Dr. Lars C. Grabbe via Email an l.grabbe@fh-muenster.de. Die Deadline ist der 22. März 2018. Alle Abstracts werden in einem Review auf thematische Eignung überprüft. Die Konferenzsprachen sind Deutsch und Englisch.